Endlich! Damen gewinnen gegen Spitzenteam

Der Bann ist gebrochen und das mit einem ziemlich heftigen Paukenschlag: den so lange herbeigesehnten ersten Sieg gegen eine Spitzenmannschaft der Verbandsliga machten unsere Damen heute bei der Zweiten der HSG Stemmer/Friedewalde klar. Das dieser mit 24:14 (13:6) so überaus deutlich ausfiel, ist sicher eine große Überraschung, schließlich gehören unsere Gastgeberinnen zum engen Kreis der Titelfavoritinnen. Aber er ist auch in dieser Höhe völlig verdient und verleitete unsere Mannschaft deshalb nach ihrer wohl bislang besten Saisonleistung auch zu einem feinen Jubeltänzchen an der Mittellinie.

Schon vor Wochenfrist beim 19:19  gegen den TSV Oerlinghausen boten wir besonders in der zweiten Halbzeit eine feine Abwehrleistung und irgendwie machten wir heute da einfach weiter. Unsere 3:2:1-Deckung präsentierte sich erneut in  prächtiger Verfassung. Alle rackerten intensiv, es wurden Räume eng gemacht, man war schnell auf den Beinen, half sich gut aus und zwang somit unsere Gegnerinnen immer wieder zu Fehlpässen und Fehlwürfen.

Schon Mitte der ersten Hälfte war zu erkennen, dass Stemmer/Friedewalde gegen dieses Bollwerk wenig einfiel. Weil wir auch schnell und für unsere Verhältnisse sehr ballsicher nach vorne unterwegs waren, fielen dort die Tore wie die bekannten reifen Früchte von den Bäumen. Innerhalb von sechs Minuten schraubten wir das Ergebnis von 2:3 auf 2:8, wobei da wohl noch niemand ahnte, dass das schon so eine Art Vorentscheidung war.

Unsere größte Leistung vielleicht in diesem Spiel: wir spielten nach dem Seitenwechsel einfach genauso hochkonzentriert und niveauvoll weiter. Näher als sieben Tote kam die HSG-Reserve nicht heran, wir brachten das Ding sicher nach Hause. Von irgendeinem  Einbruch auf unserer Seite diesmal keine Spur. Trainer Acki Korthaneberg wechselte heute äußerst sparsam, es lief einfach zu gut. Wobei er sicherlich Antreiberin Kristin Duwenbeck noch mal gerne gebracht hätte, aber unser Routinier musste „Pferde-Kuss“-geschädigt kurz vor der Pause runter.           

Letztendlich also ein Sieg dank einer tollen Vorstellung in der Abwehr, hinter der Torfrau Ina Haufe mal wieder eine Super-Performance ablieferte. Drei Siebenmeter fischte unsere junge alte Dame mal eben weg und mauerte auch ansonsten den Kasten ziemlich zu. Aber auch im Angriff liefs rund, der weitgehend druckvoll und konzentriert agierte, zudem mit wenig Ballverlusten auskam. 45 Torwürfe wies die Statistik letztendlich aus, davon gingen 24 rein – ergibt eine gute Quote von 53 % Wurfeffektivität. Daß dabei vier, fünf dickste Chancen nicht genutzt wurden, soll eher der Vollständigkeit halber erwähnt werden, denn als Kritikpunkt.

Aus dem kompakt guten Team heute muß man sicherlich noch Anja Brinkhus als äußerst agile Vorgezogene in der Abwehr hervorheben sowie auch Katharina Petermann, die heute in feiner Spiel- und Wurflaune war.

Das Team: Haufe/Nölker; Krause (1), Brinkhus (3), Nauermann, Klapdor (4/2), Bode, Rape, Janssen, Krabbenhöft (3), Duwenbeck (3), Petermann (7), Vössing (3), Schibilla.

Am nächste Samstag, 16.15 Uhr, erwarten wir mit der HSG EURO wieder eine Spitzenmannschaft in Kinderhaus. Eine Partie, in die wir sicherlich mit viel Freude und Selbstbewusstsein gehen werden.

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