1. Damen: Unentschieden nach Nervenspiel

Viel mehr Nerven kann man eigentlich nicht mehr lassen, als beim Spiel unserer 1. Damen gegen den TSV Oerlinghausen. 16:19 hieß es nach 56 Minuten, dann legten wir ein Super-Finish hin, glichen zum 19:19 aus. Die Gäste waren noch mal in Ballbesitz, Torwurf vorbei, eigentlich war die Partie aus, aber die Schiedsrichter sprachen den Gästen noch mal einen Freiwurf zu und gaben drei Sekunden drauf. Auf dem Platz musste eine TSV-Spielerin minutenlang behandelt werden, bevor der Freiwurf ausgeführt werden konnte. Letzte Traineranweisungen auf beiden Seiten – Hochspannung pur. Dann Anpfiff zum Freiwurf, noch ein Wurf aus zehn Metern ohne Erfolg: Endstand 19:19, Jubelszenen bei uns, bedröppelte Mienen bei den favorisierten Gästen.

Ein Punktgewinn, an den wir zum Halbzeitstand von 9:14 nicht unbedingt mehr geglaubt hatten. Die Spielerinnen aus Lippe zogen bis dahin ein feines Tempospiel auf, nutzten ihre Chancen hundertprozentig und besaßen zwei starke Torfrauen, die uns vier Siebenmeter und ebenso viele glasklare Chancen wegnahmen. Wir glänzten in der ersten Hälfte nur bis zum 4:4 in der 10. Minute. Dann brachen Spielfluß und Dynamik irgendwie ab. Hingegen häuften sich Ballverluste und technische Fehler, mit denen wir Oerlinghausen förmlich zu Gegenstößen einluden.

In der zweiten Halbzeit galt dann nur noch die Devise, über Kampf zum Spiel zu kommen. Und es funktionierte! Die Abwehr um Anja Brinkhus und Kristin Duwenbeck packte noch einen drauf, zwang Oerlinghausen zu vielen Fehlern und eroberte sich den ein oder anderen Ball. Nur fünf Tore gelangen den Gästen im zweiten Spielabschnitt, ein eindrucksvoller Beleg für unser starkes Deckungsverhalten. Im Tor gab die eingewechselte Ina Haufe zusätzliche Stabilität. Und das Spiel nach vorne schraubte die Fehlerquote etwas zurück, wobei es aber noch genug Szenen gab, die Coach „Acki“ Korthaneberg zu weiteren grauen Haaren verholfen haben dürften.

Egal, wir haben uns mit toller Mannschaftsleistung verdient einen Punkt erkämpft, der sich ein bisschen auch wie ein Sieg anfühlt. Schließlich haben wir nun mal gegen eine Mannschaft von oben etwas Zählbares in der Hand. Fürs Selbstbewußtsein war das Gold wert und dieses wollen wir die Woche über konservieren, an deren Ende es zur HSG Stemmer/Friedewalde II geht.

Es spielten: Nölker/Haufe; Brinkhus (4), Petermann, Nauermann, Krause (2); Klapdor (4/1), Rape (2/2), Bode (1), Duwenbeck (3), Rakel, Janssen (3), Vössing, Krabbenhöft.

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