1. Damen: Vom Blitzstart zum Zittersieg

Ja, musste das denn noch mal sooo spannend werden??? Unsere 1. Damenmannschaft startete heute beim HT SF Senne im verschneiten Bielefelder Süden zwar wie die berühmte Feuerwehr – kurz vor Schluß waren wir eher reif für den Notarztwagen!! In Zahlen ließt sich das so: 7:1-Führung nach 6. Minuten, 12:5 nach 17Minuten, 18:12 zur Halbzeit und nach 45 Minuten immerhin noch 23:17. Dann nahmen wir unsere obligatorische Schwächeperiode, die gut 12 Minuten andauerte und an deren Ende nur noch ein 26:25 auf der Anzeigetafel stand. Die nie aufsteckenden Gastgeberinnen hatten uns noch mal richtig in die Bedrouille gebracht und uns in ein packendes Finale hinein gefightet. Aber das können wir ja auch und mit drei Toren in Folge schraubten wir das Endergebnis noch auf 29:25.

Der zweite Sieg also zu Beginn der Verbandsliga-Rückrunde – das freute natürlich alle Beteiligten. Insofern fuhren alle erleichtert über glatte Strassen nach Hause. Sieg Nummer drei soll am nächsten Samstag im Heimspiel gegen die HSG Schröttinghausen-Babenhausen folgen, bevor dann die Spiele gegen die Top-Mannschaften der Liga anstehen. Gegen die „Schrötties“ werden auch wieder Anja Brinkhus und Ute Janssen zur Verfügung stehen – die beiden Rückraumspielerinnen waren heute wegen Studienverpflichtungen bzw. Krankheit nicht dabei.

Den guten Start in Senne verdankten wir einer hellwachen Abwehr, die sich etliche Bälle holte und in erfolgreiche Gegenstöße ummünzte. Und eigentlich hatten wir den abstiegsbedrohten Gegner damit lange gut im Griff. Als Senne im zweiten Spielabschnitt in der Abwehr etwas offensiver wurde, begannen unsere Probleme. Eine Serie von Ballverlusten der Marke „Unforced Errors“ und von suboptimalen Torwürfen brachte unsere zunehmend nervöser agierende Mannschaft in große Schwierigkeiten. Es fehlte gelegentlich auch der Killerinstinkt, als aus aussichtsreichen Wurfpositionen wiederholt der Ball noch abgespielt wurde. Und unsere Abwehr sah in manchen Szenen gegen das klassische Sperren-Absetzen auch nicht besonders gut. Jedenfalls haben wir es uns unnötig selbst schwer gemacht und die nie aufsteckenden Senner Frauen ein gutes Stück wieder mitaufgebaut.

So war es letztendlich ein Sieg, der erkämpft werden musste und da gab es bei unserer Mannschaft nun wirklich nichts zu meckern. Spielerisch haben wir heute einmal mehr die Höhen und Tiefen erlebt, die uns schon seit einigen Spielen begleiten. Hervorzuheben sicherlich die starke Partie von Torfrau Ina Haufe und der beherzte Auftritt von Kristin Duwenbeck mit schönen Toren von fast allen Positionen. Aber auch Annika Rape machte uns und sich selbst ein schönes Geschenk. An ihrem 18. Geburtstag verwandelte sie eiskalt gleich vier Siebenmeter.

E spielten: Haufe/Nölker; Duwenbeck (6), Klapdor (6/2), Schibilla (2), Krabbenhöft (2), Bode, Vössing, Krause (1), Rape (5/4), Nauermann (2), Petermann (5).

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